Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Gemeinderats am 13.05.2026 in Mespelbrunn verlief insgesamt sehr ruhig und konstruktiv. Sämtliche Entscheidungen zur Geschäftsordnung und zur Besetzung der Ausschüsse wurden einstimmig getroffen, ebenso die Wahl des zweiten Bürgermeisters Markus Schreck. Der Sitz in der Gemeinschaftsversammlung wurde per Losverfahren vergeben und ging an die Fraktion Wählergemeinschaft 25.
Für uns Freie Bürger stand in dieser Sitzung vor allem unser Antrag zur Bildung einer Arbeitsgruppe bzw. eines Ausschusses für das Haus des Gastes im Mittelpunkt. Das Thema HdG ist für uns nicht nur ein kommunalpolitischer Schwerpunkt, sondern wurde auch in unserer Ideenwerkstatt von vielen Bürgerinnen und Bürgern als besonders wichtig benannt. Die Vielzahl an Wortmeldungen hat deutlich gezeigt, dass ein großes Interesse an einer strukturierten und verlässlichen Weiterentwicklung dieses zentralen Gebäudes besteht.
In der Sitzung wurde unser Anliegen grundsätzlich positiv aufgenommen. Alle Gemeinderatsmitglieder konnten der Intention unseres Antrags zustimmen: Das Haus des Gastes soll nicht nur punktuell behandelt, sondern systematisch und über einen längeren Zeitraum bearbeitet werden. Gleichzeitig wurde auch deutlich, dass ein separater Ausschuss mit zusätzlichen Regularien und Verwaltungsaufwand verbunden wäre. Das könnte die Arbeit am Thema weniger flexibel machen und die Verwaltung stärker belasten.
Als Alternative wurde daher die Bildung einer Arbeitsgruppe angeregt, die dem Bauausschuss zugeordnet ist und diesem regelmäßig berichtet. Diese Lösung hätte den Vorteil, dass das Thema verbindlich und kontinuierlich bearbeitet werden kann, ohne unnötig neue Strukturen zu schaffen. Über die genaue Ausgestaltung dieser Arbeitsgruppe sowie über eine zeitliche Schiene soll in der ersten Sitzung des Bauausschusses weiter beraten werden.
Für das Haus des Gastes ist in den kommenden Jahren eine verlässliche und tragfähige Perspektive entscheidend. Das Gebäude steht mit seinem Schwimmbad, der Turnhalle, den Veranstaltungsräumen und dem Gastronomiebereich vor wichtigen Zukunftsfragen. Gerade deshalb halten wir es für richtig, die notwendigen Grundlagen jetzt sorgfältig aufzuarbeiten und dabei auch Kosten, Energieverbrauch, baulichen Zustand und mögliche Nutzungskonzepte systematisch zu prüfen.
Das Ergebnis der Sitzung werten wir insgesamt positiv. Wichtig ist nun, dass aus der grundsätzlichen Zustimmung auch eine verbindliche und kontinuierliche Arbeit am Thema HdG wird.
